Carmen

Oper , FSK6
2000 / 160min.



Handlung

Freiluftveranstaltung, Eintritt Frei

Carmen ist eine Oper in vier Akten von Georges Bizet. Das Libretto schrieben Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée. Obwohl formal eine opéra comique und auch als solche bezeichnet, war Carmen „ein revolutionärer Bruch“ mit dieser Operngattung. Die realistische Milieuschilderung, Dramatik und schicksalhafte Tragik machten sie zu einem Vorläufer des Verismo. Wegen dieser vom Publikum als „krass“ empfundenen veristischen Handlungsdarstellung wurde die Uraufführung am 3. März 1875 in der Opéra-Comique eher ablehnend aufgenommen. Bald darauf jedoch wurde Carmen zu einem der größten Welterfolge der Operngeschichte, den der Komponist allerdings nicht mehr erlebte. Auch heute noch gehört Carmen zu den beliebtesten und meistaufgeführten Werken des Opernrepertoires.

Zusatzinfos

Der internationale Erfolg der Oper begann wenige Monate nach der Uraufführung im Oktober 1875 in Wien. Inzwischen war Bizet jedoch am 3. Juni im Alter von 36 Jahren gestorben. Dass er an gebrochenem Herzen gestorben sei oder gar Selbstmord begangen habe, gehört in das Reich der Legenden. Dennoch hatten die anstrengenden Proben und der Misserfolg an seinen Kräften gezehrt, so dass er an einem erneuten Anfall seines Herzleidens verstarb.

Für Wien und die internationalen Bühnen ließ der Verlag eine neue Fassung mit Ballett und Rezitativen von Ernest Guiraud erstellen, die bald allen Aufführungen zugrundegelegt wurde. Freilich hat Ludovic Halévy eine geplante Aufführung dieser Fassung an der Pariser Oper untersagt und in die Gesamtausgabe seiner mit Meilhac verfassten Werke ausdrücklich die Version als Opéra comique aufgenommen. Diese Version mit gesprochenen Dialogen ist mithin die einzig authentische. Sie war keineswegs erfolglos, denn sie wurde an der Opéra-comique insgesamt 2946 Mal gespielt.

Carmen ist eine der am häufigsten aufgeführten Opern des internationalen Repertoires. Sie hat viele begeisterte Bewunderer gefunden; Friedrich Nietzsche spielte sie in seiner Schrift „Der Fall Wagner“ gegen Richard Wagner aus.

Diese Beliebtheit wurde nach einem Stummfilm mit der US-amerikanischen Sopranistin Geraldine Farrar und einer Charlie-Chaplin-Parodie auch durch Tonfilme genutzt. Ein außergewöhnlicher Boom von Carmen-Variationen war dabei Anfang der 1980er Jahre zu registrieren. In denselben Monaten, in denen 1983 Peter Brook eine eigenständige theatralische Variante, Die Tragödie der Carmen vorlegte und Francesco Rosi in der südandalusischen Stadt Ronda einen Carmen-Film mit Julia Migenes und Plácido Domingo drehte, begann Carlos Sauras Opernstreifen Carmen ein wahres Flamenco-Fieber auszulösen. Acht Jahre nach seinem Tanzfilm brachte Saura 1991 in seiner ersten Operninszenierung Bizets Carmen auf die Bühne des Württembergischen Staatstheaters Stuttgart.

 

Quelle: Wikipedia

Filmdetails

Regie: Francesco Rosi und Lorin Maazel
Mit: Julia Migenes und Placido Domingo
Farbe: Farbe 

Tickets

www.lisafilm.at/retrospektivetickets/

Eintrittspreise

Standard: Euro 8,00
Freiluft: Eintritt frei

Bei Überlänge bzw. Filmen mit Live-Musikbegleitung oder Kabarett-Veranstaltungen sind Abweichungen von den Standardpreisen möglich.