"Der Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein"

Thea von Harbou
(Drehbuch zu Fritz Langs „Metropolis“)

VILLI Kino Pörtschach

Mit der erst vor kurzem restaurierten Urfassung von „Metropolis“, dem Meisterwerk von Fritz Lang, wurde 2010 das Villi Kino wiedereröffnet. Dieser Stummfilm des deutschen Expressionismus aus dem Jahr 1927 zeigt eine futuristische Großstadt mit ausgeprägter Zweiklassengesellschaft.
Der einleitende und abschließende  Sinnspruch des Films „Mittler zwischen Hirn und Händen muss das Herz sein“ ist gleichzeitig auch die Quintessenz von Dr. Merckle, dem heutigen Eigentümer des Kinos. Der Eröffnungsfilm, der im Villi Kino nun schon zum 4. Mal gezeigt wurde, und die Gestaltung des Kinos ist wie eine geistig-kulturelle Visitenkarte des Unternehmers.

„Profit ohne Ziel und Verantwortung tragen den Untergang in sich. Wir stehen vor der klassischen Verwirtschaftung all dessen, was uns als Kulturnation wichtig sein muss – anything goes und es geht eben abwärts: mit unserer Moral, mit unserem Glauben, mit unserer Zuversicht.“; so Merckle zur Eröffnung.

Mit seinem insgesamt so originellen wie liebenswürdigen aber grundsätzlich programmatischen Auftreten am auf diese Weise neu belebten Monte Carlo Platz in Pörtschach symbolisiert das VILLI Kino die Auseinandersetzung mit grundsätzlichen wirtschaftlichen und philosophischen Themen unserer Zeit und ist damit der Anfang einer neuen Sichtweise und der Beginn einer notwendigen neuen Konzeption des Tourismus am Wörthersee und in Kärnten.

 

Im Kinosaal werden Filme gezeigt, die die Auseinandersetzung mit Wirtschaft und Kunst, mit Industrie und Menschsicht oder mit wesentlichen Fragen der werterhaltenden Philosophie oder der Architektur zum Inhalt haben.